Großes Kino - ohne Happy End



Was für ein Kampf. Was für ein Auftritt. Und was für ein Pech am Ende für die A-Junioren des TuS Holsterhausen im Pokal-Viertelfinale. 90 Minuten lang waren die Jungs von der Pelmanstraße dem Niederrheinligisten ETB SW Essen auf Augenhöhe begegnet, hatten nach einer 1:0-Führung durch Emir zwar den 1:1-Ausgleich kassiert, bis zum Schluss aber dieses Remis verteidigt. Im Elfmeterschießen war das Glück dann auf Seiten des Favoriten, der viermal vom Punkt traf, während der TuS nur zweimal erfolgreich war und damit den Einzug ins Halbfinale verpasste.


So groß der Frust im ersten Moment auch war, mit einen wenig Abstand können die Jungs ungemein stolz auf ihre famose Leistung sein. Wie erwartet waren die Schwarz-Weißen von Beginn an die tonangebende Mannschaft gegen eine kompakt und tiefstehende Truppe aus Holsterhausen. Doch immer wieder befreite sich der TuS vom Druck und initiierte seinerseits gute und auch gefährliche Angriffe. Pech hatten die Gäste, als Maxi vor dem Wechsel den Ball noch abspielen wollte, anstatt selbst aus aussichtsreicher Position selbst zu schießen. Bezeichnend war die 40. Minute, als das überaus unzufriedene ETB-Trainerduo gleich vier Akteure vom Feld holte und durch vier Stammspieler ersetzte, die eigentlich geschont werden sollten.


Doch auch durch diese und noch einen weiteren Wechsel zu Beginn der zweiten Hälfte ließ sich der TuS nicht beeindrucken und startete aus seiner gut stehenden Defensive immer wieder tolle Angriffe. Und einer davon führte in der 58. Minute zum nicht einmal überraschenden 1:0, als Emir einen fein vorgetragenen Konter mit einem platzierten Linksschuss abschloss.


Zehn Minuten später gelang ETB allerdings der Ausgleich, zu mehr reichte es für den Niederrheinligisten, der im Sommer nur knapp den Aufstieg in die Bundesliga verpasst hatte, letztlich aber nicht mehr. Denn die TuS-Defensive mit Boris, Hannes, Luis und Bedirhan ließ hinten kaum etwas anbrennen. Und wenn die SW-Offensive doch mal durchkam, war der starke Keeper Moritz zur Stelle. Und auch im Mittelfeld arbeiten Nils, Rico, Halil und zwischenzeitlich Liam genauso vorbildlich wie auf den Außenpositionen Maxi, Georgios, Fahd oder Finley. Und im Angriff war Emir immer wieder ein Unruheherd, der in der Schlussphase sogar noch zwei weitere gute Chancen hatte, um den TuS ins Halbfinale zu schießen. Doch den ersten Schuss parierte der ETB-Keeper mit einer prächtigen Parade, der zweite ging über die Latte.


So fiel die Entscheidung letztlich im Elfmeterschießen. Hier trafen für den TuS zwar Halil und Fahd, aber durch die Fehlschüsse von Rico und Emir war die Pokalreise für den TuS letztlich beendet.

Wenn die Jungs aber nun in der Meisterschaft mit ähnlich viel Willen und Bereitschaft in die Begegnungen gehen, dann kann auch in der Leistungsklasse einiges möglich sein für das Team aus Holsterhausen Von Patrick Droste





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