Interview mit den Trainern der Ersten

Im Presse- und Medienzentrum der DJK TuS Essen-Holsterhausen 1921 e.V. trafen wir uns mit den verantwortlichen Trainer der ersten Mannschaft Mark Dost (MD) und Mark Asthoff (MA) zum Interview, um über die sportliche Entwicklung der ersten Mannschaft zu sprechen.

? Frage: Wie läuft es denn in der Vorbereitung zur Kreisliga A? Was macht Euch gerade Spaß? MA: Endlich mit dem Reden aufzuhören und mit dem Fußball zu starten. ? Frage: Herr Asthoff, ich danke für das Gespräch!

MA: Klar, es muss immer viel miteinander geredet werden und das war in der Vergangenheit zwischen den Teams nicht immer der Fall, aber im Moment können wir den Fokus auf den Platz lenken und daran habe ich jetzt gerade viel Spaß!

MD: Dem kann ich mich anschließen. Ich bin froh, dass die letzte Saison vorbei ist und freue mich auf die Ergebnisse des Umbruchs, den wir gemacht haben. Den wir im Winter begonnen haben und den wir jetzt hoffentlich positiv weiterführen werden. Ich freue mich darüber, dass wir eine richtig junge Mannschaft haben, die eine richtig gute Saison spielen kann, wenn alle dran ziehen und Verletzungen im Rahmen bleiben. Und ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den anderen Trainern. Das sind ja eigentlich auch alles Holsterhausener Eigengewächse und ich meine, wir sind auf einem sehr guten Weg - beim TuS und in der ersten Mannschaft.

? Frage: Hört sich eigentlich ganz cool an. Lasst doch mal ein bisschen Einblick nehmen, was man im Digitalzeitalter als Trainer einer jungen Essener Seniorenmannschaft im Bezirksliga- bzw. jetzt Kreisliga-A-Geschäft so macht. Was nimmt mehr Zeit ein: der Fußball oder das Drumrum? MD: In der Rückrunde hatten wir den Eindruck, dass das Drumrum überhandnahm. Gefühlt war das manchmal 80% Drumrum und der Rest noch ein bisschen Fußball. Wir hatten superknappe Kader und viele Verletzungen, sodass viel zu organisieren war. Dann noch die Überlandfahrten nach Dabringhausen etc. Das war nicht einfach. Aber das hat sich zum Ende der Rückrunde schon deutlich gelegt und wir hoffen, nun mehr Ruhe in den Kader bzw. die Kader zu bekommen. Alle drei Kader sind groß genug, natürlich gibt´s auch jetzt genügend zu organisieren, was die Teams angeht, aber die Gewichtung ist jetzt deutlich anders. Wir sind dabei, die Jungs auch einzeln weiter nach vorn zu bringen und dabei die richtige Mischung aus Spaß am Fußball aber auch den nötigen Ernst bei der Sache zu vermitteln. Wir wollen ja eine positive Saison spielen.

? Frage: Aber nochmal zum Thema Kommunikation: Generation-U? U wie unverbindlich? MA: (Lacht) Ich habe ja an den digitalen Möglichkeiten mit Internet und sozialen Netzwerken großen Spaß, aber es ist klar, dass Whatsapp es den Jungs heute einfacher macht, Termine, Training und sogar Spiele abzusagen. Ach, heute bleib ich mal auf der Couch? Früher war da noch der persönliche Anruf nötig, da musste man sich schon überwinden. Heute ist eine Whatsapp mal schnell rausgehauen.

? Frage: War denn früher alles besser? MD: Quatsch. Aber wenn wir verletzt waren, dann kamen wir trotzdem, um die Mannschaft von der Seite zu unterstützen. Das war klar und ist heute nicht mehr so ausgeprägt - sehr schade und wir versuchen, an diesem Mannschaftsgeist zu arbeiten.

? Frage: OK, neben dem Gedöns drumherum habt ihr Euch etwas vorgenommen. Kommen wir doch mal zu den Zielen für die kommende Saison.... MA: Klar ist, dass wir keinen konkreten Tabellenplatz in der kommenden Saison im Auge haben. Ich möchte hier beim TuS eine homogene Mannschaft formen, die zusammen Fußball spielen will. Die Bock hat, beim TuS zu bleiben. Wichtig ist es uns, die Mannschaft weiterzuentwickeln und zusammenzuhalten. Da muss jetzt mal Ruhe rein und am eigenen Spiel gearbeitet werden. In der Rückrunde haben wir uns ja meist am überlegenen Gegner orientieren müssen und wollten die deftigen Klatschen aus der Hinrunde möglichst vermeiden. Auch um die Moral zu halten. Was dann wegen der ganz dünnen Spielerdecke an Positions- und Spielerwechseln auf uns und das Team zukam, das war schon ätzend. Wer von den Jungs jetzt dabei ist, der will auch beim TuS mit uns und den Kollegen kicken. Dazu wollen wir die Weichen stellen und an der eigenen taktischen Flexibilität arbeiten. Da haben wir viel Luft nach oben, das ist aber auch klar.

MD:: Die Jungs sind im Schnitt sehr jung, das haben wir in der Bezirksliga zu spüren bekommen. Aber auch die KL-A wird kein Selbstläufer. Wir spielen ja nun im Südkreis, den wir nicht so gut kennen. Deshalb ist eine Einschätzung schwer. Wenn wir einen einstelligen Tabellenplatz am Saisonende erreicht haben, sollten wir zufrieden sein, wenn wir uns in der Spielanlage verbessert haben, als Mannschaft etwas robuster geworden sind und auch unsere Laufleistung und damit die Konzentration zum Spielende hin optimiert haben. Unsere Ziele sind mittelfristig eine Qualitätsverbesserung und dabei ist uns der Austausch mit unseren Trainerkollegen und die Möglichkeit, auch mal zu rochieren sehr wichtig. Wir haben schon auch den Ehrgeiz, dann auf Sicht wieder konkretere Ziele anzupeilen, das macht aber heute keinen Sinn. Wer uns kennt, der weiß, dass wir harmloses Kicken nicht cool finden, wir wollen schon was erreichen. Alle beim TuS sollen den Eindruck haben, dass wir den Kader nach Leistung zusammenstellen und dabei unter der Saison auch für Verstärkung aus der Zweiten oder Dritten zu haben sind. Das belebt das Geschäft. Es ist uns auch wichtig, dass wir den TuS entsprechend repräsentieren. Dazu gehört auch Disziplin und wir haben einige Regeln von allen Spielern und Beteiligten unterschreiben lassen, die in der Kabine hängen. Kann sich jeder ansehen und sich entsprechend daran erinnern, wenn nötig.

MA: Nach 5, 6, 7 Spielen sieht man dann besser, was geht und woran man ziehen muss. Wenn wir uns die Mannschaft ansehen, dann sind wir recht variabel. Die Vorbereitung hatte ja verschiedene Schwerpunkte. Wir kommunizieren noch immer zu wenig auf dem Platz. Selbstbewusst genug sind die Jungs ja immerhin. Einige Neue fügen sich auch schon gut ein, die hört man deutlich. Dann muss man auch kritisch sagen, dass wir zum Schluss der Saison auch konditionell nicht mehr top waren. Eine so junge Mannschaft muss die anderen eigentlich in Grund und Boden rennen. Den Eindruck hatten wir nicht, dass wir das können und hier haben wir einiges in der Vorbereitung getan, damit wir 90 Minuten und nicht nur 60 vernünftig gehen können. Potenzial ist jedenfalls da. Teambuilding mussten wir ja nicht riesig forcieren. Die Jungs haben ja schon zum Teil zusammengewohnt, fahren gemeinsam in den Urlaub. Das Team ist offen für neue Spieler, die sich in der Regel schnell einfügen und das Umfeld im Verein auch schätzen. Hier ist jedenfalls noch keiner schreiend weggerannt.

MD: Naja, diejenigen, die dachten, beim TuS könne man nebenbei ganz gut verdienen, die sind alle weg. Wir haben da einen anderen Weg eingeschlagen und wollen nicht mit der Kohle, sondern mit gutem Training, einer mannschaftlichen Geschlossenheit und einem tollen Umfeld punkten. In der Vorbereitung haben wir zusammen gefrühstückt und dann mal eine Einheit eingelegt. Das bringt auch Zusammenhalt. Und wir haben ja mit dem Gros der Spieler jetzt 18-23-Jährige, die in ein paar Jahren auch wieder mal höher spielen könnten. Typen, die darauf Bock haben, sind auch in der Mannschaft, die die anderen mal anmachen können. Das haben wir in der vorletzten Saison mit der Zweiten gesehen, die ja lange oben mitgespielt hat und die Jungs dann auch den Ehrgeiz hatten, was zu reißen. Leider haben wir gerade schon wieder einige Ausfälle, die auch länger dauern, das ist für die Jungs schade und zerrt an der Planung. Aber es lässt sich bewältigen, da wir eine gute Kaderstärke haben. War die Vorbereitung gut? Sonntag gegen Teutonia werden wir es wissen und wollen es auch wissen.

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